Veranstaltungen

Performance

„Barbaren“ – ein szenisches Spiel nach dem Roman von Günther Weisenborn

Daten & Infos

Datum:

Ort:

Hörsaal 1 der Universität Bonn
Regina-Pacis-Weg 3
53113 Bonn

Eintritt:

Es wird um Spende gebeten.

Die offizielle Theatergruppe der Universität Bonn mit Lehrauftrag S.U.B.Kultur – Schauspiel Uni Bonn spielt am 14. und 15. Mai 2022, 19 Uhr im Hörsaal 1 der Universität Bonn die Uraufführung einer Bühnenversion des Romans Barbaren. Roman einer studentischen Tafelrunde (1931) von Günther Weisenborn. Der Roman und die Inszenierung spielen in Bonn der 1920er Jahre und behandeln die französische Besatzungsmacht, politische Gespaltenheit der Studierendenschaft und die Auswirkungen der Wirtschaftskrise in Deutschland. An dem Stück arbeiten im Kern zehn Studierende unter professioneller Anleitung des Regieteams bestehend aus Marcus Brien (Künstlerische Leitung) und Lena Busse (Produktionsleitung) mit.

Die Projektidee wurde von Dr. Thomas Becker (Leiter des Universitätsmuseums, Universität Bonn) an den Künstlerischen Leiter der Gruppe herangetragen. Der Roman wurde daraufhin gemeinsam mit den Studierenden in eine Bühnenfassung umgewandelt, die sowohl erzählte, als auch gespielte Elemente beinhaltet und den zeitgenössischen Geist dabei nicht verliert. Neben einem Beitrag im Programmheft wird Dr. Thomas Becker am Eröffnungsabend, den 14.05.2022, 19 Uhr einen Impulsvortrag zu den 1920er Jahren an der Universität Bonn halten.

Günther Weisenborn (1902-1969) bezieht sich in seinem ersten Roman Barbaren auf biographische Erlebnisse während seiner Bonner Studienzeit. Am 10. Mai 1933 wurde der Roman verboten und verbrannt. Aufgrund seiner Zugehörigkeit zu einer Widerstandsgruppe war Weisenborn von 1942 bis zu seiner Befreiung 1945 im Zuchthaus Luckau inhaftiert. Nach Kriegsende wurde er im Ort als Bürgermeister eingesetzt. Er arbeite u.a. als Dramaturg am Berliner Volkstheater, gründete das Hebbel-Theater in Berlin-Kreuzberg (heute ein Teil des HAU – Hebbel am Ufer, einem der wichtigsten freien Produktionshäuser der freien Theaterszene), wo am 15. August 1945 Bertolt Brecht mit Die Dreigroschenoper die Spielzeit eröffnete. Später arbeitete er hauptsächlich an Dokumentationen über das Dritte Reich.

Bei Fragen zum Besuch (Anmeldung, Vorverkauf, Zugangsregeln) der Veranstaltung informieren Sie sich bitte auf der Website der jeweiligen Veranstalter*innen.


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